Coco Waikiki

Nostalgie im Gepäck

Souvenirs, Souvenirs – kauft Ihr Leute kauft sie ein!

„….Denn sie sollen wie das Salz in der Lebenssuppe sein!“. So lautet der Anfang des Lieds „Souvenirs, Souvenirs“ von Bill Ramsey, aus dem Jahre 1959.

Alle begeisterten Minimalisten werden jetzt aufschreien und nach dem Motto „Besitz belastet“, empfehlen, lieber die Erinnerungen an die schönen Momente des Urlaubs „im Kopf aufzubewahren“ und sein zu Hause nicht „mit Dingen vollzustellen“ bei denen man sich Jahre später fragt, warum man sie eigentlich mitgebracht hat. Und Salz sollte heute ja sowieso nicht zu viel konsumiert werden 😉 . Gedanklich bin ich da bei Euch – aber! Was gibt es Schöneres, als von einer wundervollen Reise das ein- oder andere Andenken mitzubringen? Nach Hause zu kommen und die einzelnen Schätze auszupacken, sich zu freuen, dass sie heil zu Hause angekommen sind und dann der Moment in dem sie mit dem Alltag verschmelzen… ?

Es gibt ja auch verbrauchbare Souvenirs, wie z.B. eine leckere Flasche Wein direkt aus dem Urlaubsziel! Manchmal kann es allerdings sein, dass der Wein zu Hause dann irgendwie gar nicht mehr so lecker schmeckt. Fehlt vielleicht das andere Klima, die Urlaubsstimmung, oder einfach nur die Ruhe im Alltag um die schönen Dinge zu genießen?

Wie findet man also seinen Weg zum Glück durch den Wald der „Made in China’s“, die ganz oft gar nicht mal in China stehen? Ich glaube, der beste Weg ist, Souvenirs aus einem bestimmten Interessengebiet oder einer bestimmten Stil- oder vielleicht auch Farbrichtung zu „sammeln“. Je schwieriger zu erstehen, desto (ideell) wertvoller und zu Hause ergeben Sie dann über die Reisejahre ein Gesamtkunstwerk, oder fügen sich ganz einfach in die eigene Wohnungseinrichtung ein. Je länger man (s)einem Stil treu bleibt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man auch Jahre später seine Freude daran hat und in (Reise-) Erinnerungen schwelgen kann.

Für alle die zu Hause kein Platz haben, oder keinen Platz investieren möchten, kein Platz mehr im Gepäck oder einfach nur Lust drauf haben, gibt es heutzutage natürlich auch die Möglichkeit, sich als Souvenir ein Tattoo stechen zu lassen. Es muss ja vielleicht nicht gleich eine Weltkarte mit Pins der bereisten  Ziele sein, aber z.B. einzelne Motive als Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis, Erlebnis oder ein Reiseziel. Mein schönstes Andenken ist ein Tiki-Kopf, der mich an das „Viva Las Vegas“ Festival erinnert, was ich inzwischen mit bereits zwei tollen Reisen in Verbindung bringe und von denen ich zusätzlich noch weitere Souvenirs mitgebracht habe: einen Ehering und einige neue Bekannt- oder sogar Freundschaften die bis heute und hoffentlich darüber hinaus halten (nicht war, Corinna?). So stammt der Tiki-Kopf zwar nicht aus der „Südsee“ um direkt daran zu erinnern (immerhin aber von einem Tätowierer aus Hawaii), sondern hat symbolischen Charakter – abgesehen davon, dass ich diese Dinger liebe! Ach ja – und an der Berechnung der Kosten für das Übergepäck war dieses Souvenir gänzlich unbeteiligt 😉 .

Zum Schluss möchte ich Euch noch ein eher romantisches Lied ans Herz legen, in dem einer Liebsten, „Mitbringsel“ aus der ganzen Welt zu Füßen gelegt werden. Es heißt „Die ganze Welt“ und ist von The Crystalairs (aus 2008!): „Eine Blume aus Hawaii, einen Schneeball aus Alaska, einen Stein aus Madagaskar schenk ich Dir. Und ein Lied aus Singapur, aus Rom zwei Tropfen Regen, die ich auf meinen Wegen hin zu Dir niemals verlier…“ Schööön, oder?

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude beim Souvenirs zu Füßen legen –  Euch selbst, oder Eurer/m Liebsten!

Eure Coco Waikiki (auf der Suche nach dem „Schwamm von der Monroe“)

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